Coronavirus-Liveticker: +++ 18:42 Slowakei will fast komplettes Volk testen +++

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 376.488 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 7570 neue Fälle hinzu. Bei den Zahlen vom Dienstag fließen Nachmeldungen einiger Bundesländer vom Wochenende mit ein. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 56 auf 9856. Als aktuell infiziert gelten rund 70.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,25 angegeben (Vortag: 1,35). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 10 Infizierte rund 13 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,23 (Vortag: 1,25). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 879 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 411 davon werden beatmet. Rund 8870 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:50 Zahl der Todesfälle in USA übersteigt 220.000 +++
Binnen 24 Stunden sind in den USA 64.218 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt haben sich nach Angaben der „New York Times“ 8,282 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 517 auf 220.500.

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Gnabry befindet sich in häuslicher Quarantäne.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 20:38 Bayern-Spieler Gnabry positiv getestet +++
Nationalspieler Serge Gnabry von Bayern München ist positiv auf das Virus getestet worden. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister bekanntgibt, geht es dem Offensivspieler gut. Gnabry befinde sich in häuslicher Quarantäne. Der 25 Jahre alte Offensivmann ist der zweite deutsche Nationalspieler nach Ilkay Gündogan, der an Covid-19 erkrankt ist. Der Profi von Manchester City war Ende September positiv getestet worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:44 Berlin meldet Höchstwert: 822 Neuinfektionen +++
In seinem aktuellen Lagebericht meldet Berlin 822 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – das ist der höchste Wert in der Hauptstadt seit Beginn der Pandemie. Die meisten neuen Fälle kamen im Bezirk Mitte hinzu (217), im besonders betroffenen Neukölln waren es 183. Damit verzeichnet Berlin insgesamt 22.726 Infektionen. Die Zahl der Todesfälle stieg zuletzt um zwei auf 243. Aktuell werden 80 Menschen wegen einer Covid-19-Erfrankung auf einer Intensivstation behandelt, 13 mehr als noch am Vortag.

+++ 19:28 Vier Tote und 62 Infizierte nach Ausbruch in Seniorenheim +++
In einem Seniorenheim im baden-württembergischen Laichingen haben sich 62 Menschen mit dem Virus angesteckt. Vier Bewohner sind in Folge der Infektion gestorben, wie das Landratsamt Alb-Donau-Kreis mitteilt. Bei den Infizierten handelt es sich demnach um 41 Bewohner und 21 Mitarbeiter, weitere Testergebnisse stehen noch aus. Am vergangenen Mittwoch seien zunächst drei Senioren positiv auf Covid-19 getestet worden. Nachdem sich im Anschluss alle Bewohner sowie das Pflegepersonal testen ließen, wurden weitere Ansteckungen bekannt.

+++ 19:06 Mehrheit der Bevölkerung würde sich impfen lassen +++
Die meisten Menschen würden sich einer weltweiten Studie zufolge auf Empfehlung ihrer Regierung oder ihres Arbeitgebers gegen Covid-19 impfen lassen. 71,5 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie sehr oder eher wahrscheinlich einen Impfstoff nehmen würden. 61,4 Prozent erklärten, sie würden eine entsprechende Empfehlung ihres Arbeitgebers akzeptieren. An der Studie des Vaccine Confidence Projekts, das unter anderem von der Europäischen Kommission und Pharmaunternehmen finanziert wird, nahmen im Juni weltweit 13.000 Menschen in 19 Ländern teil. Besonders hohe Zustimmung kam aus China, wo rund 90 Prozent der Studienteilnehmer einen Impfstoff nehmen würden, in Russland waren es dagegen weniger als 55 Prozent.

+++ 18:42 Slowakei will fast komplettes Volk testen +++
Wer sich nicht auf Corona testen lässt, muss in Quarantäne: Die slowakische Regierung hat ein drastisches Vorgehen bei ihren geplanten Massentests angekündigt. Der Regierungsplan sieht vor, dass an den kommenden drei Wochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag alle über zehn Jahre alten Bewohner des Landes einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden sollen. „Die Tests werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit freiwillig sein – aber mit der Einschränkung, dass jeder, der keinen negativen Test vorweisen kann, für die nächsten zehn Tage in Quarantäne gehen muss“, teilt der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic mit.

+++ 18:12 Trump will mehr für Hilfspaket ausgeben als Demokraten +++
Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl gibt Amtsinhaber Donald Trump der Diskussion über weitere Konjunkturhilfen in der Pandemie eine neue Wendung. Dem Fernsehsender Fox News sagte er, er würde auch gegen den Widerstand seiner republikanischen Parteifreunde Summen gutheißen, die noch über den von den oppositionellen Demokraten geforderten 2,2 Billionen Dollar liegen. „Ich will es sogar noch größer machen als die Demokraten“, sagte Trump mit Blick auf das Hilfspaket. Dafür würde er auch eine Einigung akzeptieren, die überwiegend mit Unterstützung der Demokraten zustande gekommen sei: „Ich würde alle Stimmen nehmen, die man kriegen kann, ob von Demokraten oder Republikanern, das ist okay für mich.“ Seine Regierung hatte ursprünglich 1,8 Billionen Dollar vorgeschlagen. Trumps Republikaner im Senat sträuben sich aber gegen Ausgaben in dieser Größenordnung. Die Demokraten dagegen halten 2,2 Billionen für angemessen.

+++ 17:52 Großbritannien meldet mehr als 21.000 Neuinfektionen +++
Großbritannien meldet 21.331 Neuinfektionen – am Montag waren es noch 18.804. Die Zahl der Todesfälle liegt noch deutlicher über dem Vortageswert: Aktuell berichten die britischen Behörden von 241 verstorbenen Patienten, die innerhalb der 28 Tage vor ihrem Tod positiv auf Corona getestet wurden. Am Vortag galt dies für 80 Tote.

+++ 17:25 Fall in Staatskanzlei – Schwesig geht in Selbstisolation +++
Wegen eines positiven Befunds bei einem Mitarbeiter der Staatskanzlei in Mecklenburg-Vorpommern hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig den Corona-Gipfel ihres Kabinetts mit Vertretern von Kommunen und Verbänden abgebrochen. Die Beratungen sollen als Telefonkonferenz fortgesetzt werden, wie die Staatskanzlei in Schwerin mitteilt. Den Angaben zufolge war die betroffene Person kürzlich aus dem Berchtesgadener Land in Bayern zurückgekehrt, der Region in Deutschland mit der aktuell höchsten Infektionsdichte. Die Ministerpräsidentin habe seit dessen Rückkehr zwar keinen direkten Kontakt zu dem infizierten Mitarbeiter gehabt, allerdings zu Kontaktpersonen, die nun einen Test machen würden. Eine dieser Personen sei auch kurzfristig bei den Beratungen anwesend gewesen, ehe der Fall in der Staatskanzlei bekannt wurde. Vor diesem Hintergrund habe die Regierungschefin entschieden, ihre Arbeit freiwillig von Zuhause fortzusetzen, bis die Ergebnisse der Tests vorliegen.

+++ 16:58 Weihnachten retten: Bezirksbürgermeister fordert begrenzten Lockdown +++
Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Pankow, Sören Benn, fordert zur Eindämmung der Pandemie einen zeitlich begrenzten bundesweiten Lockdown. Nirgends in Deutschland sei derzeit zu beobachten, dass die getroffenen Maßnahmen das Infektionsgeschehen ausbremsen, begründet der Linke-Politiker seinen Vorstoß. Von einem „prophylaktischen, gezielten, zeitlich klar begrenzten Lockdown“ – also einem Herunterfahren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens wie im Frühjahr – verspreche er sich hier mehr Erfolge. „Wir haben im Augenblick keinen Anlass zu hoffen, dass die vielen kleinen Maßnahmen helfen“, heißt es in einer schriftlichen Erklärung Benns. „Darum sollten wir das jetzt vorbereiten. Abblasen kann man es immer noch. Für viele Menschen wäre es die finale Katastrophe des Jahres 2020, wenn wir Weihnachten in einem Notlockdown festhängen.“

+++ 16:39 Schweiz: Rechnerisch doppelt so viele Fälle wie Italien +++
Die Zahl der Neuinfektionen in der Schweiz hat sich binnen einer Woche verdoppelt. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl zähle die Schweiz damit doppelt so viele Neuansteckungen wie Italien, sagte Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG). 3008 neue Corona-Fälle in 24 Stunden wurden am Dienstag in der Schweiz und in Liechtenstein gemeldet. Zudem registrierte das BAG acht neue Todesfälle. Der Anstieg werde sich nicht verlangsamen, bis die neuen Maßnahmen griffen, sagte Kuster. In der Schweiz gilt seit Montag ein Versammlungsverbot für mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum, die Maskenpflicht wurde auf öffentlich zugängliche Räume wie Geschäfte oder Bahnhöfen und Haltestellen ausgedehnt. Im Schnitt stecke in der Schweiz jeder Infizierte derzeit 1,6 weitere Menschen an. Es müsse dazu von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden, sagte Kuster. Krankenhäuser würden wahrscheinlich wieder damit beginnen, Operationen, die nicht absolut notwendig seien, zu verschieben, um Kapazitäten zu schaffen.

+++ 16:15 Gericht kippt Beherbergungsverbot für Mecklenburg-Vorpommern +++
Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die bislang geltenden Beherbergungsbeschränkungen für Urlaubsgäste aus Risikogebieten gerichtlich gekippt worden. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:59 Altmaier pocht auf Sonntagsöffnungen in der Pandemie +++
Während der Pandemie will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einen neuen Anlauf nehmen, um mehr Sonntagsöffnungen von Geschäften zu erreichen. Das habe er bereits nach dem „Lockdown“ im März und April angeregt, sagte der CDU-Politker nach einem Treffen zum Thema Ladensterben und Innenstädte. Es sei mit dem Koalitionspartner SPD „leider Gottes“ nicht zu vereinbaren gewesen. „Für mich ist eine einheitliche Regelung für das Weihnachtsgeschäft nach wie vor das, was ich gerne anstreben möchte.“ Er werde das jetzt noch einmal aufgreifen. Wenn es dazu auf Bundesebene keine Einigung gebe, wünsche er sich, dass Bundesländer vorangingen.

+++ 15:27 Berliner Senat weitet Maskenpflicht auf öffentlichen Raum aus +++
Zur Eindämmung der Pandemie wird die Maskenpflicht in Berlin ausgeweitet. Sie soll künftig auch für Wochenmärkte, bestimmte Einkaufsstraßen und Warteschlangen gelten, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Das beschloss der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Koalitionskreisen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:05 Deutsche rauchen und trinken mehr – aus Langeweile +++
Der Konsum von Alkohol und Tabak ist in der Corona-Krise einer Umfrage zufolge deutlich gestiegen. Von denjenigen, die bereits mehrmals in der Woche Alkohol zu sich nehmen, trinkt rund ein Viertel seit Beginn der Pandemie mehr, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) ergab. Bei den Rauchern zeigt sich demnach ein ähnliches Bild: Jeder neunte regelmäßige Raucher greift seit der Pandemie häufiger zur Zigarette. Betroffen sind vor allem Jüngere zwischen 16 und 29 Jahren – hier gab jeder Dritte an, seit der Krise mehr zu rauchen. Zigaretten sind mit 71 Prozent dabei am beliebtesten. Jeder sechste in der Altersgruppe raucht Shisha, jeder zwölfte konsumiert illegale Drogen wie Cannabis. „Ein gesteigerter Coolness-Faktor sowie Stress und Langeweile zählen zu den häufigsten Gründen, warum gerade junge Menschen trinken und rauchen“, erklärt Michael Falkenstein von der KKH. Durch den Lockdown im März habe die Langeweile und damit auch der Konsum von Zigaretten, Alkohol und anderen Drogen zugenommen.

+++ 14:51 Überlastete Ämter: Braun ruft zur Nutzung der Warn-App auf +++
Kanzleramtschef Helge Braun hat angesichts drohender Überlastung von Gesundheitsämtern wegen der hohen Zahlen von Infektionen zur Nutzung der Corona-Warn-App des Bundes aufgerufen. „Da, wo die Gesundheitsämter in den Hotspots mit der Kontaktnachverfolgung nicht mehr hinterherkommen, ist die Corona-Warn-App das einzige Instrument, was einen noch auf Corona-Kontakte hinweist“, sagt Braun. Er ergänzte: „Daher ist jetzt für alle, die sie noch nicht nutzen, ein guter Zeitpunkt, die App zu laden und im Hintergrund laufen zu lassen.“ Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder als praktisch wirkungslos kritisiert. „Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:27 Iran: Totenzahlen viel höher als angegeben +++
Die Zahl der Todesfälle im Iran ist nach Angaben aus dem Krisenstab des Landes mehr als doppelt so hoch wie vom Gesundheitsministerium angegeben. „Die amtliche Statistik müsse mit 2,5 multipliziert werden, um an die realen Zahlen zu kommen“, sagte Massud Mardani, Mitglied des iranischen Corona-Krisenstabs, der Nachrichtenagentur Isna. Nach dieser Berechnung läge die Zahl der Todesfälle bei mehr als 840 pro Tag – und nicht wie vom Gesundheitsministerium angegeben bei 337. Auch andere Gesundheitsexperten im Iran teilen die Einschätzung Mardanis. Sie gehen davon aus, dass die offiziell angegebene Totenzahl deswegen noch relativ niedrig ist, weil es zu wenige Testmöglichkeiten gebe. Die Gesamtzahl der Toten liegt laut iranischem Gesundheitsministerium seit bei 30.712, die der Infizierten bei 534.631. Der Iran hat etwa so viele Einwohner wie Deutschland.

+++ 13:58 Russland meldet so viele neue Fälle wie noch nie +++
In Russland hat der Wert der Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden sei der Stand um 16.319 neue Fälle auf insgesamt 1.431.635 registrierte Ansteckungen gestiegen, wie die Behörden mitteilten. Demnach sind allein in der Hauptstadt Moskau 4.999 weitere Ansteckungen festgestellt worden. Die Zahl der amtlich gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion erhöhte sich um 269 auf 24.635.

+++ 13:37 Streeck ruft zu Teilnahme an neuer Studie auf +++
Der Virologe Hendrik Streeck ruft die Bevölkerung der kleinen NRW-Gemeinde Gangelt zur Teilnahme an seiner neuen Studie auf. Man wolle zum Beispiel verstehen, ob man sich nach einer Infektion wieder infizieren könne, sagte er in einem vom Kreis Heinsberg verbreiteten Facebook-Video. „Das sind extrem wichtige Fragen. Weil es für uns auch Fragen beantwortet, wie wir im nächsten Jahr zum Beispiel mit Sars-CoV-2 umgehen würden, wenn es keinen Impfstoff gibt“, sagte er. Bei dem morgigen Untersuchungstermin sollen den Probanden Blutproben entnommen, Rachenabstriche gemacht und Fragen gestellt werden. Streecks erste Heinsberg-Studie im Frühjahr war unter anderem für ihre Methodik kritisiert worden.

+++ 13:12 Rotes Europa: Auch Deutschland reißt Obergrenze +++
Als einer der letzten europäischen Staaten hat Deutschland die Obergrenze von mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten. Der deutsche Wert liegt nun bei 52,7. Der Blick auf die Europa-Karte der Sieben-Tage-Inzidenzen offenbart einen rot gefärbten Kontinent. Die Werte basieren auf Erhebungen von ntv.de, die sich auf nationale Behördenangaben sowie Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) stützen. Demnach liegen lediglich zehn Länder unter der Obergrenze. Europaweit am stärksten betroffen ist den Daten zufolge Tschechien mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 568,5.

+++ 12:21 Österreich meldet mehr als 1500 Neuinfektionen +++
In Österreich wurden binnen 24 Stunden 1524 Neuinfektionen gemeldet. Im deutschen Nachbarland werden 889 Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt, davon 145 auf Intensivstationen. 914 Menschen sind seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

+++ 11:18 Mehr als 250.000 Todesopfer in Europa +++
Die Zahl der bislang registrierten Corona-Todesopfer in Europa hat die Schwelle von 250.000 Fällen überschritten. Insgesamt sind 250.039 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das geht aus Erhebungen von ntv.de hervor, die sich auf nationale Behördenangaben sowie Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) stützen. Demnach verzeichnet Großbritannien mit 43.726 Verstorbenen die mit Abstand meisten Todesopfer in Europa – vor Italien, Spanien und Frankreich mit jeweils mehr als 30.000 Toten. Die Gesamtzahl der bisher registrierten Ansteckungen in Europa beläuft sich den Berechnungen zufolge auf mindestens 7.493.256.

+++ 11:05 Diese neuen Funktionen hat die Corona-Warn-App +++
Dutzende Millionen Euro hat die Entwicklung gekostet: Allein in Deutschland wird die Corona-Warn-App 19 Millionen Mal heruntergeladen. Nun kommen zwei wichtige neue Funktionen hinzu. Sie sollen Grenzen überwinden und mehr Details zu Covid-19 erfassen.

+++ 10:43 Berliner Amtsarzt fordert Strategiewechsel +++
Nach Einschätzung des Amtsarztes im Berliner Bezirk Reinickendorf, Patrick Larscheid, sind die Gesundheitsämter der Hauptstadt nahezu hoffnungslos überlastet. Deshalb forderte er im RBB einen Strategiewechsel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Gesundheitsämter hätten demnach keine Reserven, sämtliche Infektionsketten nachzuverfolgen. „Einen Strategiewechsel muss man dann machen, wenn die alte Strategie vielleicht nicht mehr wirkungsvoll ist oder sich nicht durchhalten lässt“, erklärte Larscheid. Deshalb plädierte er dafür, Reserven „für die wirklich kritischen Fälle“ zu bündeln und nicht mehr jede Infektion nachzuverfolgen.

+++ 10:22 Indien registriert niedrigste Tagesfallzahl seit drei Monaten +++
In Indien zeichnet sich ein Abwärtstrend bei den täglichen Corona-Fallzahlen ab, obgleich das Niveau sehr hoch bleibt. Das Gesundheitsministerium meldete mit 46.790 Ansteckungen binnen 24 Stunden die wenigsten Neuinfektionen seit rund drei Monaten. Zuletzt waren am 23. Juli weniger Fälle registriert worden. Damit haben sich in Indien insgesamt fast 7,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 587 auf 115.197.

+++ 09:43 Spahn weist Kritik zu Sonderrechten zurück +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Kritik am geringen Einfluss der Parlamente auf die Entscheidungen über Corona-Maßnahmen zurückgewiesen und die von ihm gewünschte Verlängerung von Sonderrechten verteidigt. „Das ist ja nicht irgendwie Willkür oder Zufall, dass es entsprechende Möglichkeiten für den Bund, für den Bundesminister gibt oder für die Länder, sondern das sind gesetzliche Grundlagen, vom Bundestag beschlossene Grundlagen“, sagte Spahn im ZDF. Zugleich zeigte er sich offen für eine breite Debatte der Maßnahmen im Bundestag. „Es geht um die größten Freiheitseinschränkungen in der Geschichte der Bundesrepublik, es geht um Zumutungen für den Einzelnen und für die Gesellschaft“, sagte er. Darüber müsse natürlich auch diskutiert werden – „meinetwegen auch gerne noch häufiger“. Spahn betonte zugleich, dass weder Bund noch Bundesländer eigenmächtig handelten.

+++ 09:21 Komplettes Ruhrgebiet nun Corona-Risikogebiet +++
Das gesamte Ruhrgebiet gilt mittlerweile als Corona-Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch die Stadt Oberhausen mit 52,7 über die wichtige Corona-Kennzahl von 50 gekommen. Auf der Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld. Die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne ist sogar dunkelrot markiert – sie liegen über dem Wert von 100 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Köln liegt mit dem Wert 97,8 noch knapp unter der 100.

+++ 08:35 Altmaier lobt Berchtesgaden für Lockdown +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier lobt die Entscheidung des Landkreises Berchtesgadener Land, vom heutigen Dienstag an einen lokalen Lockdown zu verhängen. Die Infektionszahlen dort seien fünfmal so hoch wie es „tolerabel“ wäre, sagte Altmaier im ntv „Frühstart“. „Deshalb habe ich größten Respekt vor den Verantwortlichen vor Ort, vor dem Landrat, Bürgermeister, aber auch vor der bayerischen Staatsregierung, weil sie schnell und umfassend handeln. Damit helfen sie uns, einen allgemeinen Lockdown in ganz Deutschland zu verhindern.“ Ob es in den kommenden Wochen mehr lokale Lockdowns gebe, hänge von der Entwicklung der Ansteckungszahlen und der Konsequenz von Entscheidungen vor Ort ab, betonte der Wirtschaftsminister.

+++ 07:51 129 Regionen sind Virus-Problemzonen +++
Den siebten Tag in Folge verzeichnet Deutschland so viele Coronavirus-Problemzonen wie nie zuvor. Dem jüngsten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (20. Oktober, 0 Uhr) überschreiten 129 Regionen die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das entspricht einem Zuwachs von 21 Regionen im Vergleich zum Vortag. Gestern hatte die Zahl der problematischen Gebiete erstmals seit Beginn der Pandemie die 100er-Marke überschritten. Am stärksten betroffen bleibt der bayerische Landkreis Berchtesgadener Land mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 236,0 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Ab heute gelten in dem Hotspot verschärfte Maßnahmen, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen.

+++ 07:41 Nur eine deutsche Region ohne Neuinfektionen +++
Die Gesamtzahl der deutschen Regionen, die in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Fälle gemeldet haben, verharrt auf dem niedrigen Stand von eins. Dem jüngsten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (20. Oktober, 0 Uhr) verzeichnet bundesweit nur noch der niedersächsische Landkreis Lüchow-Dannenberg null Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die thüringische Stadt Weimar, die gestern als einzige deutsche Region eine Sieben-Tage-Inzidenz von Null verzeichnet hatte, weist nun den bundesweit zweitniedrigsten Wert von 1,5 auf.

+++ 07:17 Tschechien überschreitet Gesamtzahl von 1500 Todesopfern +++
In Tschechien ist die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 auf mehr als 1500 gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete 46 neue Todesopfer. Damit beläuft sich die Zahl der registrierten Todesfälle auf insgesamt 1513. Zudem registrierten die tschechischen Behörden 8076 neu erkannte Ansteckungen binnen 24 Stunden, nachdem gestern ein Tagesanstieg von 5058 Fällen registriert worden war. Insgesamt verzeichnet das deutsche Nachbarland seit März 181.962 Ansteckungen.

+++ 06:40 Gesamtzahl der Todesfälle in Brasilien übersteigt 154.000 +++
In Brasilien ist weiter keine Entspannung der Virus-Lage absehbar. Das Gesundheitsministerium meldet 15.383 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 5,25 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 271 auf 154.176 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 06:16 RKI meldet fast 7000 neue Ansteckungen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für Deutschland 6868 Neuinfektionen. Wie das RKI unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter bis 0 Uhr mitteilte, steigt die Gesamtzahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, auf 373.167. Weitere 47 Menschen sind binnen 24 Stunden an oder mit dem Virus gestorben. Damit klettert die Zahl der Todesfälle auf 9836. Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit etwa 294.800 an.

+++ 05:11 Lehrerverband: Regeln für Schulen werden „komplett ignoriert“ +++
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, wirft Ländern und Kommunen einen widersprüchlichen Umgang mit den Corona-Regeln für Schulen vor. Der Regelbetrieb laufe vielerorts weiter, obwohl in Städten und Regionen immer häufiger der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten werde, sagte Meidinger der „Rhein-Neckar-Zeitung“. „Bei diesem Wert müsste es eigentlich eine Rückkehr zum Wechselbetrieb mit halbierten Klassen geben.“ Er kenne aber kaum eine Kommune, die entsprechend handele. „Es sorgt uns, dass diese Richtwerte für verschärfte Hygieneschutzmaßnahmen an Schulen komplett ignoriert werden, um Schulen auf Teufel komm raus offen zu halten“, so Meidinger.

+++ 04:41 Bundesländer bieten EU-Staaten Hilfe an +++
Auch Brandenburg und Hamburg bieten Intensivbetten für Corona-Patienten aus EU-Ländern an. An der bereits im Frühjahr „selbstverständlichen Bereitschaft zur Unterstützung unserer europäischen Partner“ habe sich nichts geändert, sagt eine Sprecherin der brandenburgischen Landesregierung. Die Landesregierung stehe im engen Kontakt mit Polen. Bisher habe es von dort aber keine derartige Bitte gegeben. Auch die Hamburger Sozialbehörde betont auf Anfrage, dass man grundsätzlich zur Aufnahme von Corona-Patienten bereit sei, „sofern genügend Kapazitäten vorhanden sind“. Man habe im Frühjahr bereits Patienten aus Italien, den Niederlanden und Frankreich behandelt. Auch andere Bundesländer haben angesichts der in die Höhe schießenden Infektionszahlen in EU-Nachbarstaaten Hilfe angeboten.

+++ 03:56 Trump verspricht: „Pandemie ist bald vorbei“ +++
US-Präsident Donald Trump hat seinen Anhängern ein baldiges Ende der Coronavirus-Pandemie in Aussicht gestellt. „Die Pandemie ist bald vorbei“, sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt im südwestlichen Bundesstaat Arizona. Liberale Sender wie CNN sprächen nur noch über die Pandemie, rief Trump unter dem Jubel seiner konservativen Anhänger: „Die Leute haben die Pandemie satt. Wissen Sie das? Sie haben die Pandemie satt“. Trumps Prognose eines baldigen Endes der Corona-Pandemie steht jedoch im Widerspruch zur Entwicklung im Land. Die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt wieder auf rund 50.000 pro Tag, Tendenz steigend.

+++ 03:11 Argentinien überschreitet Grenze von einer Millionen Fällen +++
Argentinien durchbricht als fünftes Land die Marke von einer Millionen Coronavirus-Fälle. Das Gesundheitsministerium meldet 1.002.662 nachgewiesene Infektionen, darunter 12.982 positive Testergebnisse in den vergangenen 24 Stunden. Weitere 451 Menschen seien an oder mit dem Virus gestorben. Auch die USA, Indien, Brasilien und Russland verzeichnen mehr als eine Millionen Fälle seit Beginn der Pandemie.

+++ 02:15 Slowenien verhängt nächtliche Ausgangssperre +++
Wegen der rasch steigenden Anzahl von Infektionen führt Slowenien ab heute eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr früh ein. Innenminister Ales Hojs begründet die Maßnahme damit, dass Untersuchungen zufolge der Großteil der Corona-Übertragungen bei privaten Zusammenkünften in den Abend- und Nachtstunden erfolge. Bereits am Montag hatte das EU-Land einen 30-tägigen Pandemie-Notstand ausgerufen. Dieser hatte zunächst keine unmittelbare Konsequenzen, bildete aber die Grundlage für die nun von der Regierung verhängte nächtliche Ausgangssperre.

+++ 01:40 Weltärztepräsident: Verteilung von Corona-Impfung nicht zu früh regeln +++
Der Vorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, rät von einer verfrühten Entscheidung ab, welche Menschen als erstes gegen Corona geimpft werden sollen. „Wichtig ist, überhaupt erst einmal Impfstoffe zur Verfügung zu haben“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer dann als erstes geimpft werden solle, hänge auch davon ab, welches Vakzin zur Verfügung stehe. „Da die auf unterschiedlichen pharmakologischen Prinzipien beruhen, wird es welche geben, die zum Beispiel bei älteren Menschen nicht wirken oder nicht so sicher sind wie andere“, so Montgomery.

+++ 01:11 Söder hält Warn-App für „zahnlosen Tiger“ +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält die Corona-Warn-App bislang für praktisch wirkungslos. „Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung“, sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es brauche „ein digitales Update, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen“, sagte Söder weiter, ohne auszuführen, wie genau dieses Update aussehen soll. Die deutsche App wurde mittlerweile rund 19,8 Millionen Mal heruntergeladen. Nach einem Bericht des Nachrichtenportals „ThePioneer“ informieren inzwischen fast 500 Corona-Infizierte pro Tag mit Hilfe der Warn-App andere Menschen über den eigenen Positiv-Befund. Das entspricht 13 bis 14 Prozent der Gesamtzahl der Neu-Infizierten.

+++ 00:29 Trump will sich vor zweitem TV-Duell mit Biden testen lassen +++
US-Präsident Donald Trump will sich vor dem zweiten TV-Duell mit dem demokratischen Kandidaten Joe Biden auf Corona testen lassen. Mit einem solchen Test habe er keine Probleme, sagte der Republikaner zu Journalisten. Das TV-Duell soll am Donnerstag in Nashville stattfinden. Trump war nach Angaben seines Arztes Mitte Oktober negativ auf das Virus getestet worden und nach einer Behandlung im Krankenhaus nicht mehr ansteckend.

+++ 23:42 Regierung schickt Irland zurück in den Lockdown +++
Irland kehrt als erstes EU-Land in den Corona-Lockdown zurück. Ministerpräsident Micheal Martin hat eine erneute Ausgangssperre für die Bevölkerung angeordnet. „Jeder im Land wird gebeten, zu Hause zu bleiben“, sagte Martin in einer nationalen Fernsehansprache. Menschen dürfen sich nur noch im Umkreis von fünf Kilometern von ihrem Wohnort bewegen. Alle nicht notwendigen Geschäfte müssen schließen, Restaurants und Bars dürfen nur noch Außer-Haus-Service anbieten. Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sollen geöffnet bleiben, „weil wir nicht zulassen können und wollen, dass die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen ein weiteres Opfer dieser Krankheit wird“, sagte Martin weiter. Die Maßnahmen gelten ab Mittwoch um Mitternacht für die kommenden sechs Wochen.

+++ 23:08 Portugal überschreitet Marke von 100.000 Infektionen +++
Portugal hat die Marke von 100.000 bestätigten Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie überschritten. Binnen 24 Stunden seien 1949 neue Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert worden, teilte die Gesundheitsbehörde DGS am Montag in Lissabon mit. Das sind 966 Fälle mehr als am Vortag. Erst am Freitag war mit 2608 neuen Fällen die bisher höchste Tageszahl gemeldet worden. Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Infektionen in dem 10,3-Millionen-Einwohner-Land belief sich am Montag den amtlichen Angaben zufolge auf 101 860. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 17 auf 2198.

+++ 22:31 Knapp 220.000 Tote in den USA +++
In den USA sind binnen 24 Stunden 47.601 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt hätten sich damit 8,2 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie die „New York Times“ berichtet. Die Zahl der Todesopfer sei um 368 auf 219.775 gestiegen.

+++ 21:57 Tschechien führt Maskenpflicht im Freien wieder ein +++
Im Kampf gegen massiv steigende Zahlen führt Tschechien wieder eine Maskenpflicht im Freien ein. Sie gelte von Mittwoch an innerhalb des bebauten Gebiets von Städten und Gemeinden, gibt Gesundheitsminister Roman Prymula nach einer Kabinettssitzung bekannt. Ausnahmen gelten unter anderem, wenn ein Abstand von mehr als zwei Metern eingehalten werden kann, sowie beim Sport. In Innenräumen ist die Mund-Nasen-Bedeckung ohnehin Pflicht – neuerdings auch im Auto, wenn familienfremde Personen mitfahren. Eine Maskenpflicht im Freien galt bereits einmal von Mitte März bis Mitte Juni während der ersten Phase der Pandemie im Frühjahr.

+++ 21:28 Trumps Covid-19-Behandlung kostete Hunderttausende Dollar +++
Die Covid-19-Behandlung von US-Präsident Donald Trump hat laut einer Hochrechnung des US-Wirtschaftsmagazins „Business Insider“ die amerikanischen Steuerzahler rund 650.000 US-Dollar gekostet. Als Kostenfaktoren werden zum einen die Medikamente genannt, die dem 74-Jährigen über die Dauer seiner Erkrankung verabreicht wurden. Er bekam unter anderem das experimentelle Antikörper-Präparat REGN-COV2 der Biotechnologie-Firma Regeneron. Dieses ist in den USA noch nicht zugelassen und wird zurzeit nur in klinischen Studien getestet. Da das Medikament noch nicht auf dem Markt ist, ist auch der Preis dafür nicht bekannt. Allerdings kosten ähnliche Behandlungen, die auch bei Krebserkrankungen eingesetzt werden, „Business Insider“ zufolge im Schnitt rund 100.000 Dollar pro Dosis. Laut der Herstellerfirma bekam Trump die dreifache Dosis verabreicht. Zum anderen schlagen etwa die Helikopterflüge vom Weißen Haus in das Walter-Reed-Militärkrankenhaus und zurück (rund 40.000 US-Dollar pro Flug) und die Unterbringung in der Klinik (mit eigenem Büro und Konferenzraum) zu Buche.

+++ 21:09 Neuinfektionen in Frankreich rückläufig – Todeszahlen steigen +++
Aus Frankreich werden deutlich weniger Neuinfektionen als noch am Sonntag gemeldet, während aber die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 stark angestiegen ist. Die Behörden teilen am Abend mit, in den vergangenen 24 Stunden seien 13.243 neue Ansteckungen registriert worden nach 29.837 am Sonntag und dem Rekord am Samstag von 32.427. Die Zahlen zu Wochenbeginn sind tendenziell niedriger, weil am Sonntag weniger getestet wird. Die Gesamtzahl der Fälle erreichte zuletzt 910.277. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich nach den Angaben vom Montag um 146 auf 33.623, während am Sonntag noch 85 neue Todesfälle gemeldet worden waren.

+++ 20:46 Drosten und andere Virologen warnen: „Explosive Infektionsdynamik“ in Europa +++
In einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie warnen Experten um Christian Drosten davor, dass Deutschland am Beginn einer exponentiellen Ausbreitung des Coronavirus steht. Der neuerliche Anstieg der Fallzahlen ist demnach durch private Veranstaltungen wie Familien- und Hochzeitsfeiern sowie andere Treffen zu erklären. Zwar seien dadurch bislang überwiegend jüngere Menschen betroffen gewesen, doch sei inzwischen eine deutliche Zunahme an Hospitalisierungen und Ansteckungen bei anderen, risikoreicheren Altersgruppen zu beobachten: „Aufgrund der explosiven Infektionsdynamik, die wir in allen Hotspots quer durch Europa feststellen, steht zu befürchten, dass ab einer bestimmten Schwelle auch in bisher unkritischen Regionen die Kontrolle über das Infektionsgeschehen verloren geht“, schreiben die Wissenschaftler. In diesem Zusammenhang sprechen sie sich gegen die Strategie der Durchseuchung großer Bevölkerungsteile – die sogenannte Herdenimmunität – aus. So würde ein derart unkontrollierbares Vorgehen „zu einer eskalierenden Zunahme an Todesopfern führen, da selbst bei strenger Isolierung der Ruheständler es noch weitere Risikogruppen gibt, die viel zu zahlreich, zu heterogen und zum Teil auch unerkannt sind, um aktiv abgeschirmt werden zu können“. Das betreffe etwa Schwangere, Übergewichtige, Krebskranke, Diabetiker und Menschen mit anderen chronischen Erkrankungen.

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